Beta Facts
Düsseldorf, 2022
Raum Installtino: Wände, Lautsprecher, zerbrechlicher Boden, Video, Holz Skulptur
Link: https://vimeo.com/745958693

In der Rauminstallation Beta Facts wird die Tür als Schlitz geöffnet; gleichzeitig tritt der Betrachter ein und sieht sich einer riesigen, um sieben Grad geneigten, weißen Wand gegenüber, die sieben Meter lang und vier Meter hoch ist. Die Mauer ist auf beiden Seiten von Gängen flankiert, wodurch man vom rechten Gang in einen dunklen, offenen Raum kommt, während die Eingangsmauer Spuren von Vandalismus und Zerstörung aufweist. Ein Bild ist auf die linke Wand projiziert; zugleich kommt der Klang des Bildes von allen Seiten an. Eine tiefer eingeschlagene Einkerbung zieht sich durch die drei Wände des ursprünglichen Raums. Der Boden ist absichtlich um vier bis sechs Zentimeter angehoben, um eine Szene mit Rissen zu schaffen, die wie durch Naturkatastrophen entstanden scheint. Die Risse im Boden werden durch das Gewicht der Schritte der Besucher weiter beschädigt und gebrochen. Erdblöcke, Lampen - die wie riesige Insekteneier auf dem Boden liegen -, Pflanzen und konstruierte Sitzgelegenheiten sind von einem anderen Künstler, Fabian Frieze. Es fügt sich zu einer prophetischen und abstrakten, post-katastrophischen und dystopischen Szene zusammen.



Die projizierten Bewegtbilder sind aus Webgrafiken, 3D-Animationen und Live-Actions zusammengeschnitten, während einige der Geräusche absichtlich gedämpft und undeutlich in den Erdblöcken platziert werden, um eine anonyme, „verpixelte”, virtuelle Leiche darzustellen. Der raumgreifende Ansatz des Künstlers untersucht architektonisches Leiden und virtuellen Tod, insbesondere, wie virtuelle Identitäten des Todes konstruiert sind, und versucht, die virtuelle Natur zeitgenössischer Katastrophen und digitaler Kriegsführung zu materialisieren, indem er auf sensible, zugleich unbeirrte Weise auf Eigen- und Fremdwahrnehmung (körperlichen) Leids reagiert.